8 Stunden (mindestens)

Schauen Sie ständig auf die Uhr? Sprechen, gehen, essen Sie schneller als andere? Leiden sie unter Zählzwang? Sind sie im Traum müde oder gelangweilt?

Hier sind Sie richtig: Diese Stunden werden die ineffizientesten Ihres Lebens sein. Für jede Besucher_in steht ein Bett bereit. Wir erforschen das gemeinsame Müde-Sein und unsere Kollektiv-Träume. Wir studieren schlummernde Gesichter und schlafwandeln durch das nächtliche Berlin. Unser Schlafverhalten ist sozial geprägt: wann und wo wir einschlafen, wie oft und wie lange wir schlafen. Was erzählen unsere Träume und unsere Art zu Schlafen von der Gesellschaft in der wir leben?

Die Tageswissenschaften Medizin, Neurobiologie und Psychologie dringen langsam in das unbekannte Gebiet des Schlafs und der Träume vor. In Magnetresonanztomografen werden unsere nächtlichen Gehirnaktivitäten observiert und in Schlaf-Experimenten die Möglichkeiten erkundet, unsere Nachtstunden zu optimieren. Soll die Nacht zu einem weiteren Feld der Leistungssteigerung werden oder müssen wir unsere Müdigkeit wieder kultivieren und in die Öffentlichkeit integrieren, statt Erschöpfung und Regeneration wie bisher ins Private abzuschieben?

Turbo Pascal richtet im Festsaal ein Schlaf- und Müdigkeitslabor ein – einen Möglichkeitsort des gemeinsamen Müde-Seins. Hundert Menschen die sich zum Schlafen versammeln sind eine widerständige Zelle.

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KONZEPT Turbo Pascal VON UND MIT Golschan Ahmad Haschemi, Thorsten Bihegue, Verena Lobert, Veit Merkle, Frank Oberhäußer AUSSTATTUNG Janina Janke MUSIK Friedrich Greiling VIDEO Gernot Wöltjen PRODUKTION/DRAMATURGIE Margret Schütz REGIEASSISTENZ Charlotte Elsa Grief

PREMIERE 13.03.2013 Sophiensaele/Berlin

Eine Produktion von Turbo Pascal. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und die Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten. In Kooperation mit TäF Charité und Kulturbüro SOPHIEN.

PRESSE

Berliner Zeitung

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