Turbo Pascal ist ein Theaterkollektiv, das sich 2004 in Hildesheim gründete und seitdem Theaterstücke, Performances, Videoistallationen und begehbare Stücke im öffentlichen Raum entwickelt.
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Völkerwanderung – ein lebendiges Archiv für Geschichten vom Kommen, Gehen und Bleiben

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Die Weltgeschichte ist eine Geschichte von Ein- und Auswanderungen, von Flucht, Aufbruch, Sehnsucht und Ankunft. Wie kann Stadtgeschichte als Migrationsgeschichte erzählt werden? Wo fängt unsere eigene Migrationsgeschichte an?
Wir begeben und auf eine Völkerwanderung entlang des Saums der Zeit und wandern durch den Stadtteil Littenweiler. Mit Hilfe aller Bewohner_innen eröffnen wir ein lebendes Archiv, in dem Geschichten und biografische Fragmente von Ein- und Ausreisewilligen, alten und neuen Deutschen, Flucht- und politischen Bewegungen gespeichert, umsortiert und weiter erzählt werden. Anfang Mai wird das Archiv rund um das Flüchtlingswohnheim Hammerschmiedstraße zur Aufführung gebracht und Auszüge aus dem ‘Ordner für Aubruchsstimmungen’, ‘dem Ordner enttäuschte Erwartungen oder dem ‘Ordner für neue Papiere’ zu Gehör bringen.

Aufführungen: 2.5. / 3.5. / 8.5. / 9.5. / 10.5.2015, jeweils 19 Uhr
Treffpunkt: Haltestelle Hasemannstraße Littenweiler, Linie 1 Richtung Lassbergstraße, Freiburg

Infos und Karten: Tel. 0761 201 2853

theaterkasse@theater.freiburg.de
www.theater.freiburg.de/deutschland

Mit: Turbo Pascal, Element 3, Littenweiler Bürger*innen, Heim und Flucht Orchester, Musikverein Littenweiler

Ein Projekt von Turbo Pascal, Element 3 in Kooperation mit dem Theater Freiburg.
Gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und das Kulturamt der Stadt Freiburg

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Algorithmen – Eine biographische Formelsammlung

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Wiederaufnahme in Berlin am:
Do 19./Fr 20./Sa 21.März 20 Uhr, Sophiensaele

Wer hier im Raum sieht dir ähnlich?
Wer verdient am besten?
Wer ist wohl intelligenter als du?
Hebst oder senkst du den Altersdurchschnitt?

Der moderne Mensch wird in seinen Lebensumständen, seinem Konsum- und Sozialverhalten permanent bewertet, klassifiziert und sortiert. Uns alle gibt es auch als Profile aus algorithmisch verwertbaren Datensätzen. In Algorithmen hebt Turbo Pascal diese Logik aus dem Dunkel der Rechenzentren ins Licht der Bühne: Performer und Zuschauer werden zu Objekten und Zeugen unterschiedlicher Sortiervorgänge. Es entsteht ein Publikumsprozessor, in dem die algorithmischen Grundkomponenten Vergleich, Mustererkennung, Gruppenbildung, Auswahl und Entschluss unaufhörlich vor sich gehen.

Videotrailer:

Von und mit: Bettina Grahs, Friedrich Greiling, Frank Oberhäußer, Margret Schütz, Georg Werner
Ausstattung: Gabriele Vöhringer
Musik: Friedrich Greiling
Dramaturgie: Angela Löer
Regieassistenz: Christina Ostrowski
Ausstattungsassistenz: Stephanie Traut

Eine Produktion von Turbo Pascal in Koproduktion mit den Sophiensaelen gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds

Karten unter:
030 – 283 52 66

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Sinn-Generator

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Ein Sinnsuche-Abend von Turbo Pascal und
Deutsches Theater Berlin

Freitag. 6.3.2015, 19.30 Uhr, Box
, Deutsches Theater Berlin

Können wir die Fragen nach Sinn und Unsinn unseres Handels nur individuell beantworten oder verhandeln wir darüber besser als Gruppen, als Kollektive, als Gesellschaft?

Das Performancekollektiv Turbo Pascal schaltet die Besucher_innen zu einem Publikumsprozessor zusammen und überträgt die Logik der Computerprogrammierung auf diesen kollektiven Intelligenzorganismus. (mehr …)

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Das Magazin zum MITARBEITER*INNENPROJEKT erscheint

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Mitarbeiter*innen aller Abteilungen des Theater Freiburg haben sich gemeinsam mit dem Theaterkollektiv Turbo Pascal im eigenen Haus auf die Suche nach dem Theater der Zukunft gemacht. Im Rahmen eines Langzeitprojekts von März bis November 2013 trafen die Arbeitsweise eines arbeitsteilig und hierarchisch organisierten Stadttheaters mit 350 Mitarbeiter*innen und die Arbeitsweise einer freien Theater- und Performancegruppe, bei der künstlerische, organisatorische und finanzielle Entscheidungen von allen getragen werden, aufeinander. In abteilungsübergreifenden Kollektiven haben Mitarbeiter*innen mit künstlerischen Mitteln den eigenen Arbeitskosmos Stadttheaterbefragt und Veränderungswünsche für die Zukunft in Interventionen, Installationen und Performances artikuliert und erprobt.Ergebnisse und Spuren aus diesem Prozess wurden schließlich am »Tag der offenen Zukunft« Freunden und geladenen Gästen im Theater Freiburg präsentiert.

Im Rahmen des Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes haben Turbo Pascal und das Theater Freiburg in drei Projekten verschiedene Formen der Zusammenarbeit erprobt. Das Mitarbeiter*innenprojekt war dabei das Herzstück. Ziel war es, die Perspektiven und das Wissen derjenigen, die innerhalb der Institution arbeiten und den Außenblick von Turbo Pascal in einen direkten, produktiven Austausch zu bringen. Andere Arbeitsprinzipien sollten innerhalb eines offen angelegten Experiments ins Spiel gebracht werden. Dieses Magazin gibt rückblickend einen Einblick in einen bisher einmaligen, spannenden, widersprüchlichen aber hoffentlich in die Zukunft weisenden Prozess. Vielstimmig kommen verschiedene Sichtweisen zu Wort: von Turbo Pascal, der Theaterleitung des Theater Freiburg, beteiligten Mitarbeiter*innen sowie einem Experten für „Unternehmensethik im Kulturbetrieb”.

Das Magazin liegt der Dezemberausgabe der Zeitschrift “DIE DEUTSCHE BÜHNE“ bei. Auch eine Online-Version wird hier auf der Seite verfügbar sein.

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Algorithmen

Eine biographische Formelsammlung

Premiere: Donnerstag, 9.Oktober 2014, 21 Uhr, Sophiensäle Berlin

Weitere Vorstellungen: 10., 11. Oktober, 21 Uhr, 12. Oktober 19 Uhr

In Algorithmen werden Performer wie Zuschauer zu Objekten und Zeugen unterschiedlicher Sortiervorgänge. Turbo Pascal baut einen Publikumsprozessor, in dem die algorithmischen Grundkomponenten – Vergleich, Mustererkennung, Gruppenbildung, Auswahl und Entschluss – unaufhörlich voranschreiten.

Auch wenn es manch einer als Kränkung des Individuums versteht, Teil einer Massengesellschaft zu sein und eingeordnet oder verglichen zu werden, so liegt doch das Problem der Masse nun einmal genau darin – man mit ihr nur mit Hilfe von Gefäßen kann umgehen: Bezirke und Busladungen, Konsumenten-, Interessens-, oder Blutgruppen, Gehalts- oder Schulklassen.

Turbo Pascal übersetzt Alltagsabläufe in Algorithmen, Computerscripts in Erzählungen und testet die Poesie der Quelltexte. Ist es möglich, Zuschauer und Performer zu einem Daten verarbeitenden Algorithmus zusammen zu schließen?

http://www.sophiensaele.com/produktionen.php?IDstueck=1260

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Wem gehört die Bühne?

Eine futuristische Gesprächsrunde

Samstag, 24.5.2014, 13 Uhr, Staatsschauspiel Dresden, Kleines Haus Mitte

Wer darf in Zukunft auf die Bühne? Personen, die etwas Wichtiges zu sagen haben? Diejenigen, die am meisten Zuschauer anziehen? Oder irgendwann nur noch Roboter und Unterhaltungsandroiden?

Turbo Pascal diskutiert mit den Gästen über das Theater der Zukunft.

http://www.staatsschauspiel-dresden.de/home/erstes_buergerbuehnen_festival_2014/

 

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