Turbo Pascal spekuliert. Session I + II

Stell dir vor, du wärst eine junge Frau, die auf einer Party von Donald Rumsfeld verlangt hätte, dass Amerika sich von Ölimporten unabhängig machen und auf erneuerbare Energien umsteigen müsse; und Donald Rumsfeld hätte sich daraufhin an die umstehenden Partygäste gewandt und gesagt: “Ich kann es nicht glauben, aber diese junge Frau tritt mir in den Hintern – und sie hat recht.” Gesprächsprotokolle, Berichte und Bilanzen aus einer Veröffentlichung der Kommune 2  (Literatur: Kommune 2. Versuch der Revolutionierung des bürgerlichen Individuums. Kollektives Leben mit politischer Arbeit verbinden! 1969) in Berlin sind Anlass für Turbo Pascal, sich noch einmal neu und naiv in ein Verhältnis zu Terminologie & Theorie (Session I) und Lebens- und Praxisformen (Session 2) der so genannten 68er zu setzen und dabei über heute mögliches Denken und Handeln zu spekulieren.
Wenn wir uns jetzt zusammen tun kommen wir dann mehr zu Begeisterung und Engagement für alles und würden wir dann niemals älter werden sondern immer nur größer und wieder kleiner und wieder größer und würden dann die wunderlichsten Dinge passieren während gestern noch alles wie gewöhnlich war?

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KONZEPT Turbo Pascal VON UND MIT Angela Löer, Eva Plischke, Veit Merkle, Camilla Schlie MITARBEIT Frank Oberhäußer

AUFFÜHRUNGEN Theaterhaus Hildesheim 2005 und 2006, Festival 100° Berlin, sophiensaele Berlin 2006

GEFÖRDERT DURCH Landschaftsverband Hildesheim, Stadt Hildesheim, Koproduktion mit dem Theaterhaus Hildesheim<>

PRESSE „In einem eigenwilligen, geradezu riskanten Theater-Talk-Format spekulieren Angela Löer, Veit Merkle, Eva Plischke und Camilla Schlie über das Wunderland Kommune (…) Wirklich gelungen sind all die Momente, in denen alles Inszenierte dem Risiko weicht. Wenn Zuschauer und Spieler nicht wissen, was der andere antwortet, wenn nicht programmiert ist, wie lange gemeinsame Assoziationsketten laufen können, wenn jeder mit seinen Worten beschreibt, ob er sich vorstellen könnte, mit den drei anderen im Bett zu schlafen und alles zu teilen, dann blitzt die Authentizität der Darsteller auf, potenziert sich die Performance-Qualität dieses Talk-Formats und weist die Stärken von Turbo Pascal auf. (…) Wird das Leben schöner, besser, größer wenn wir uns zusammentun? Das Ensemble trifft den schmerzlichen Zwischenklang auf alle diese Fragen.“ Hildesheimer Allgemeine Zeitung 2005

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